Beiträge vom Juli, 2006

Berlinfestival 2006

Sonntag, 30. Juli 2006 14:14

Von meinen Kollegen hatte ich eine Tageskarte für das Berlinfestival zum Geburtstag bekommen. Also ging es gestern erst nach Berlin, von dort mit der S-Bahn nach Spandau von wo der Bus-Shuttle zum Festival-Gelände starten sollte.

Das war der erste organisatorische Fehler der Veranstalter. Sie hatten ein kleines Unternehmen beauftragt den Shuttle zu übernehmen. Und so kamen ein großer Reisebus und ein kleiner Bus (Gesamtfassungsvermögen ca. 80 Leute) um knapp 100 Leute abzuholen. Da stehen im Bus nicht erlaubt war mussten wir also warten. Da es sich dabei um eine weitere Stunde handelte, wurden uns dank Herrn P. aus B. an der S., der eine sich ständig entschuldigende Dame ansprach, 10 Euro Gutscheine für das Ticket von selbiger Dame ausgehändigt. Mit dem nächsten Bus ging es dann nach Paaren im Glien. Gegen 17:30 Uhr waren wir dann auf dem Gelände angekommen. Aber wo war das Festival? Es war verdammt ruhig. Auf der Main-Stage war gerade Umbaupause und anders als man beim Andrang auf den Shuttle vermuten konnte waren zu der Zeit nur ca. 500 Gäste auf dem Gelände.

Als erstes sahen wir uns die von Herrn P. empfohlenen Sultans of Ping an. Der Band schien es nicht zu stören vor einem so kleinen Publikum zu spielen. Sie spielten eine Stunde einen schönen Rock mit Punk- und Folk-Einflüssen. Der Sänger wollte wohl auch seine Hose herunterlassen, aber da er auch einige Kinder gesichtet hatte, ließ er die Hose an - gut so.

Nach einer kleinen Umbau- und Verpflegungspause stand dann Soffy O auf dem Programm. Sie kam sichtlich nicht damit zu recht, dass es nur ein paar Leute zum Festival verschlagen hat und noch weniger an ihrem Auftritt interessiert waren. Und so verließ sie die Bühne nach einer knappen Stunde mit schnippischen Kommentaren. Aber ich muss auch sagen begeistern konnte die Musik nicht gerade.

In der nächsten Pause haben wir uns kurz Lo-Fi-Fnk angeschaut, die gerade die Indoor-Stage eröffneten.
Der verspielte Sound der jungen Kombo erinnert an eine Mischung von Röyksopp und OP:L Bastards. Also skandinvischer Elektro-Pop.

Auf der Main-Stage waren gerade The Raveonettes. Die dänische Band bot ein durchaus hörbares Set von Rocksongs. Allerdings fehlte es an Abwechslung.

Gegen 22:00 Uhr stand das Highlight des Abends an. Stereo Total begeisterten die wenigen Menschen mit ihrem typischen deutsch-französischen Elektro-Rock-Sound. Beim Anblick der Bühnenperformance des Duos musste man ständig grinsen. Während die Bewegungsrate der Sängerin gegen Null ging, sprang der Brezel Göring auf der Bühne rum, als hätte er vorher eine Kanne Kaffee getrunken. Zum Song “Liebe zu dritt” durften auch noch ein paar Leute aus dem Publikum mit auf die Bühne. Und in der Zugabe war auch Soffy O tanzender Weise mit dabei.

Den musikalischen Abschluss machten die Briten Zoot Woman. Der Stil war wie auch bei den Raveonettes angenehm hörbar aber wenig abwechslungsreich.

So gingen wir dann 15 Minuten früher zum Bus, der natürlich noch eine Stunde auf sich warten ließ. Auch dieses Mal waren es zu wenig Sitzplätze für die wartenden Leute. Aber wir hatten Glück und konnten ohne weitere Warte-Stunde das Festival verlassen.

Fazit:
Auch wenn das Festival musikalisch teilweise recht ansprechend war, war es doch organisatorisch ein Reinfall. Die 5000 angestrebten Gäste würden auch in Berlin selbst unterkommen (z.B. im Treptower Park). Dann könnte man sich das Shuttle-Fiasko sparen. Ob es eine dritte Fortsetzung des Festivals gibt mag ich zu bezweifeln, denn um das Festival ohne Verlust zu beenden müsste es sicher heute am zweiten Tag überrannt werden.

Thema: Ausgehen | Kommentare (0) | Autor: tkr

Das war das Melt 2006

Sonntag, 16. Juli 2006 20:41

Mad Max @ Ferropolis
Einmal wieder liegt das Festivalwochenende hinter mir, dass Freitag Nachmittag bei herrlichstem Wetter begann.

Tag 1
Nach der Ankunft, dem Zeltaufbau und dem leider sehr langem Anstehen beim Einlass haben wir uns erst einmal mit MTV-News-Moderator Markus Kavka “eingegroovet”.
Markus Kavka
Mit Erobique und Hot Chip haben wir uns auf elektronische Acts eingestimmt und dann folgte das erste Highlight mit der Mediengruppe Telekommander. Anders als 2004 war dieses Mal die Gemini Stage überfüllt. Und die Leute gingen gut mit. Schon beim 3 Song “Kommanda” mussten einige die Tanzfläche mit schwächelndem Kreislauf verlassen. Die beiden gaben alles und das Publikum dankte es ihnen.
Weiter ging es mit Erlend Øye, der aber auf nem Festival nicht so gut rüber kommt, wie im heimischen Wohnzimmer. Die Headliner Pet Shop Boys haben wir uns nur aus der Ferne kurz angesehen. Es bleibt nun mal seichter Mainstream-Pop der nicht typisch für dieses Festival ist.
Mia haben wir uns nur angeschaut und dabei Kräfte gesammelt für den letzten Act des ersten Abends. Das war Deichkind die ihren Auftritt im letzten Jahr sowie ihre Tour mit diesem Gig noch einmal toppten. Nicht ganz unschuldig daran war auch das Publikum vor der Bühne. Die springende, pogende Masse reflektierte das Spektakel auf der Bühne. Der Auftritt war eine Stunde Energie pur und für die Besucher wohl das größte Highlight des ganzen Festivals. Zum Abschluss wurde das Publikum von Deichkind auf die Bühne eingeladen um noch einmal Remmi Demmi zu machen. Der Herzschlag der Security wird sich sicher bei dieser Einladung verdoppelt haben ;-)
Deichkind - Volle Bhne

Tag 2
Den 2. Tag begannen wir, nachdem wir Klee links liegen gelassen haben mit der großartigen Band Editors. Ich kannte bis dahin nur die Single “All Sparks”. Aber auch die anderen Songs können sich hören lassen. Ich würde sogar behaupten das Editors eine rockigere Version der großen Band Coldplay werden könnten. Klasse Stimme des Sängers Tom Smith und der angenehme britsche Rocksound machen Editors zu einer der neuen Bands die mir dieses Festival geboten hat. Das ist auch einer der Vorteile solcher Festivals.
Editors
Es folgten einige Bands die mich nicht so ansprechen (Blumfeld, Das Pop und Tomte). Danach musste ich mich zwischen 3 Auftritten entscheiden und muss sagen, dass ich mich wohl für die falschen entschieden habe. Als erstes haben wir uns kurz Jamie Lidell angeschaut. Er besticht durch eine Stimme die man auf solchem Festival nicht vermuten würde. Aber neben dem Gesang konnte er auch im One-Man-Beatboxing begeistern. Da auf den anderen Bühnen Peter Licht und Matthew Herbert auf dem Plan standen haben wir uns leider gegen Jamie entschieden. Peter Licht war mir ein wenig zu arrogant und auch recht langweilig und ich bin dann auf die Gemini-Stage zu Herbert. Mit der Musik und teilweise jazzigen Einflüssen kann er zwar für das heimische Wohnzimmer aber ähnlich wie Erlend Øye nicht unbedingt für das Festival empfohlen werden.
The Streets
Gegen 23:30 stand dann das nächste Highlight des Festivals an. The Streets besuchten das Melt trotz der Tour-Absage. Das Festival und das Publikum müssen Mike Skinner doch vor 2 Jahren so begeistert haben, dass er unbedingt wieder kommen wollte. Und auch dieses Jahr gab ihm das Publikum recht. Die gefüllte Medusa Mainstage feierte bis rauf zu den “Balconies” mit. Dabei entwickelt sich Mike zu einer Art Animateur. Er bringt tausende Zuschauer, die alle schon einige Stunden Festival in den Knochen hatten, dazu in die Hocke zu gehen um dann mit einem Mal nach oben zu springen. Ich war mittendrin, aber ich denke von der Seite sah das auch Klasse aus ;-). Zum Glück bietes das musikalische Repertoire der Band auch Songs um Kräfte zu sammeln.
Weiter im Programm ging es mit einem Hero der elektronischen Musik - Aphex Twin. Die Musik war Klasse aber der Richard D. James wirkte etwas verloren auf der riesigen Mainstage.
Danach hab ich mir trotz des guten weiteren Lineups (Nightmares on Wax und 2manyDJs) erst einmal eine Auszeit im Zelt genommen. Das Festival macht einem gerade 28-jährigen dann doch physisch etwas zu schaffen.
Der letzte Gang über das Festivalgelände war dann am frühen Morgen. Roni Size brachte ein Drum & Bass zum besten, dass das von LTJ Bukem im letzten Jahr in den Schatten stellt. Aber meine Füsse wollte einfach nicht, dass ich mich dazu bewegte. Auf der Gemini-Stage sorgten gerade Le Hammond Inferno für den Festival-Abschluss. Das Set der beiden war Klasse. Nur gaben sie einem etwas eigenartigen Jung-Musiker dazwischen die Chance für einen Auftritt. Das war nicht sehr angenehm für die Ohren.

Das war das Melt 2006. Bestes Wetter. Klasse Musik. Teuer. Eine Menge Spass und einen schönen Geburtstag.

Auf das es 2007 mindestens genauso wird….

Thema: Ausgehen | Kommentare (0) | Autor: tkr

Mad Max @ Ferropolis

Sonntag, 16. Juli 2006 19:17

Ferropolis - Bagger “Mad Max”

Thema: Allgemein | Kommentare (0) | Autor: tkr

The Streets

Sonntag, 16. Juli 2006 19:13

The Streets @ Melt-Festival 2006 (Medusa Mainstage)

Thema: Allgemein | Kommentare (0) | Autor: tkr

Editors

Sonntag, 16. Juli 2006 19:13

Editors @ Melt-Festival 2006 (Medusa Mainstage)

Thema: Allgemein | Kommentare (0) | Autor: tkr

Deichkind - Volle Bühne

Sonntag, 16. Juli 2006 19:12

Deichkind @ Melt-Festival 2006 (Medusa Mainstage)

Thema: Allgemein | Kommentare (0) | Autor: tkr

Markus Kavka

Sonntag, 16. Juli 2006 19:11

Markus Kavka @ Melt-Festival 2006 (Big Wheel Stage)

Thema: Allgemein | Kommentare (0) | Autor: tkr

Fußkranker sucht Party

Samstag, 8. Juli 2006 19:21

Gerade hab ich mich dabei erwischt, wie ich das heutige Partyangebot von Leipzig durchforstet habe. Ist ja normalerweise nichts besonderes. Etwas abfeiern nach einem Arbeitstag und das restliche Wochenende genießen. Eigenartig daran ist eher die Tatsache, dass ich seit fast 2 Wochen nur eingeschränkt laufen kann und derzeit mit einem ekligen Klebeband behaftet bin. Ob das wohl im Dunklen leuchtet? Im Hellen fällt es auf jeden Fall auf. Ich werde meinen Fuß trotzdem heute lieber schonen und mich auf´s Melt! nächste Woche “vorbereiten”. Hoffe das fällt für mich nicht ins Wasser.

Thema: Eigenartiges | Kommentare (1) | Autor: tkr

Billy Talent - Billy Talent II

Sonntag, 2. Juli 2006 13:26

Billy Talent IIBis vor kurzem war mir die Band Billy Talent völlig unbekannt. Das Debutalbum hab ich somit verpasst. Jetzt hatte ich die Möglichkeit in das zweite Werk der kanadischen Band reinzuhören und bin positiv beeindruckt. Ein Album voll mit fröhlichem, energiegeladenen Partypunk. Wenn das Debut noch besser sein soll, würde ich mir vielleicht sogar beide Alben zulegen. Auf jeden Fall wird Billy Talent II sicher bald einen Platz in meinem Regal finden und vor allem oft in den elektronischen Abspielgeräten. Alle Tracks waren bei diesem Album mitreißend auch wenn man mit lediertem Fuß zu Hause sitzt.

Thema: Plattenladen, gekauft | Kommentare (2) | Autor: tkr

Toni Mahoni - Allet ist eins

Sonntag, 2. Juli 2006 10:55

Toni Mahoni - Allet is eins Der Mahoni lässt aufhorchen. Berliner Schnauze in bester Harald Juhnke Manier. Sowas gabs lange nicht mehr. Wer traut sich denn heutzutage noch so ins Mikrofon zu reden, singen oder schauen wie er nunmal ist.

Das was der junge Mann da abliefert ist das Leben, ob nun die WMF-Mädels oder der morgendliche Kaffee. Die Fahrt nach Brandenburg ist vielleicht in bißchen zu optimistisch geraten, aber für nen Realberliner ist das Umland wahrscheinlich doch noch um vieles schöner, als für einen aus genau jenem Umland Zugezogenen.

Berlin auf einer CD - eine bessere Kompression dieser Stadt ist mir noch nicht untergekommen.

Thema: Plattenladen, gekauft | Kommentare (0) | Autor: e-sven