Oper, Gesang, Piano und ich?

Vor einigen Jahren hätte ich jemanden für verrückt gehalten wenn er mich mit diesen Begriffen in Zusammenhang bringt. Und trotzdem war es gestern tatsächlich der Fall. In einem “kleinen” Saal der Berliner Staatsoper fand das Konzert von Jamie Lidell and Friends statt. Zu den Friends gehörten bekannte Namen der alternativen elektronischen Musik. Vorgruppe und auch Gast im Programm von Lidell war Snax mit seinem Solo-Programm. Kennengelernt hatte ich ihn vor ein paar Jahren als Teil von Captain Comatose. Solo erreicht er auch nicht ganz die Qualität der Kapitäne.
Der Auftritt von Lidell allerdings war Klasse. Als Begleitung am Piano hat sich Lidell keinen geringeren als Gonzales geholt. Dieser ist vor allem bekannt von der Single “Take me to the Broadway”, die damals regelmäßig auf Viva 2 lief, sowie als Teil der Puppetmastaz.
Am Schlagzeug saß Mocky. Und Lidell begeisterte vor allem durch seine Stimme und was man mit Stimme alles anstellen kann. So arrangiert er schon mal live komplette Musikstücke nur aus den Lauten der Stimme (eine Art Beatboxing mit Sampler). Andere Lieder hatten Einflüsse aus den Bereichen Jazz oder Gospel. In der Zugabe durften dann auch schon mal Leute aus dem Publikum an das Mikrofon und das klang erstaunlicherweise nicht einmal schlecht.

Auf jeden Fall war das Konzert die Reise nach Berlin wert. Mal schauen was die nächste Woche bringt.

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Autor: tkr
Datum: Samstag, 16. September 2006 7:46
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